Dem stark kontrollierten Verhalten steht das genaue Gegenteil gegenüber, nämlich der völlige Kontrollverlust während einer Essattacke. Dort werden häufig genau die Lebensmittel verschlungen, die sich die Erkrankten normalerweise streng versagen. Bis zu 5000 Kalorien oder sogar mehr können während eines solchen Anfalls verschlungen werden. Wie häufig solche Fressattacken auftreten und wie lange sie andauern, ist sehr unterschiedlich. Sie können ein- bis zweimal die Woche auftreten, aber auch mehrmals an einem Tag.
Anschließend werden die Betroffenen oft von Empfindungen wie Schuld, Scham und dem Gefühl, versagt zu haben gequält. Ein tiefes Schamgefühl ist auch der Grund, weshalb Essgestörte um jeden Preis verhindern wollen, dass jemand etwas mitbekommt. Sie entwickeln Strategien und Ausreden, um nicht in Gesellschaft anderer essen zu müssen.
Typisch für Essstörungen im Allgemeinen ist eine gestörte Körperwahrnehmung. Die Betroffenen fühlen sich auch dann zu dick, wenn sie normal- oder sogar untergewichtig sind. Ihr Selbstwertgefühl hängt ganz entscheidend von der vermeintlich „perfekten“ Figur ab.
Die Folgen von Bulimie
Das gestörte Essverhalten bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Körper. Da die aufgenommenen Nährstoffe meist auf dem schnellsten Wege wieder aus dem Körper befördert werden, kann es trotz der Essattacken zu einer erheblichen Mangelernährung kommen. Vitamin- und Elektrolythaushalt kommen durcheinander und in ausgeprägten Fällen kann es durch Kaliummangel auch zu Herzrhythmusstörungen kommen.
Da die Magensäure permanent den Zahnschmelz angreift, entwickelt sich durch regelmäßiges Erbrechen zudem Karies. Typisch sind auch Schwielen an den Fingern sowie gelegentlich eine Schwellung der Speicheldrüsen. Zudem kann die natürliche Verdauung durch die Einnahme von Abführmitteln und entwässernden Medikamenten gestört werden und es kommt zu Nebenwirkungen im Magen-, Darm- und Nierenbereich.
Was ist Bulimie?

@ Venus9:
Gestört - das ist ja schon im Wort drin.
Trotzdem hört sich dein Kommentar negativ wertend an.
Wer einmal an Bulimie litt/leidet, weiss wie schlimm diese Krankheit sein kann. Bei mir war es total schlimm (auch psychisch), aber irgendwann wurde sie "normal". Ich dachte nicht mehr oft ans Essen, aber übergab mich trotzdem nach jeder Mahlzeit. Hatte nicht mehr so grosse Attaken, dafür viele kleine. Ich musste mir nicht mehr den Finger in den Hals stecken. Das ging von selbst - Vorbeugen, Bauch anspannen und alles ist wieder draussen. Heute versuche ich immer noch, das in den Griff zu bekommen.
Das ist wirklich sehr schlimm!
@ Venus9
Auch wenn du das bestimmt sowieso nicht mehr liest, finde ich deinen Kommentar einfach unangebracht. Bulimie ist eine sehr ernstzunehmende Sache, da ist es egal, ob das Essen nun lecker war oder nicht. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man das kommentieren lieber lassen.
Schrecklich !
oh mann... wer ist so gestört zu brechen wenn man lecker gegessen hat ??
ich finde es gut dass ihr über solche krankheiten schreibt....man glaubt garnicht wie viel mädchen und frauen betroffen sind:-(
esstörungen sollten bekannt sein und nicht von manchen verherrlicht werden(proana) oder asl diät benutzt werden. es ist ein teufelskreis in den man schneller reinrutscht asl man denkt und aus dem ein ausdringen fast unmöglich ist...
ich glaub mir geht es im moment so!
aber nur ohne das erbrechen... das mache ich nicht!
sonst habe ich total das gefühl das es mir so geht wie in dem text oO
Ich finde mich in dem Artikel total wieder.
ich hatte früher selber mal Boulämie und brach bis zu 8 mal am Tag.
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