Wie sinnvoll ist der Fettverbrennungspuls? Er ist in Fitnessstudios und auch bei Freizeitsportlern weit verbreitet und beliebt: der so genannte Fettverbrennungspuls soll zwischen 120 und 130 liegen und für optimalen Fettverlust sorgen. Neuere wissenschaftliche Studien räumen aber jetzt mit diesem Mythos auf. "Alles Quatsch", da ist man sich nun sicher. Hier kommen drei gute Gründe, warum der Fettverbrennungspuls alles andere als optimal ist!
Was ist der Fettverbrennungspuls?
Zunächst einmal muss geklärt werden, was eigentlich mit diesem Begriff gemeint ist. Der Körper bezieht seine Energie bei Belastung aus zwei Quellen: zum einen aus dem Kohlenhydratspeicher, der aber relativ begrenzt ist, zum anderen aus dem Fettspeicher des Körpers, der nahezu unbegrenzt ist. Je stärker die Belastung ist, desto mehr Energie wird prozentual aus dem Kohlenhydratspeicher gewonnen. Die Theorie besagt nun, dass man deshalb bei einem langsameren Training mehr Fett verbrennt und so auch effektiver abnimmt. So weit, so gut.
Grund 1: Nur die Energiebilanz zählt
Abnehmen kann man aber nur, indem man eine negative Energiebilanz hat. Das bedeutet ganz einfach, dass man am Tag mehr Kalorien verbrauchen muss, als man zu sich nimmt - dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Speicher die Energie bezogen wird. Nehmen wir aber zunächst an, es würde eine Rolle spielen. Ein einfaches Beispiel zeigt, ob der Fettverbrennungspuls Vorteile bringt.
Die zwei Freundinnen Beate und Sandra gehen zusammen ins Fitnessstudio. Beide trainieren eine halbe Stunde auf dem Crosstrainer - Beate achtet darauf, den Fettverbrennungspuls einzuhalten, Sandra dagegen trainiert so intensiv, wie es ihre Fitness zulässt. Nach dieser halben Stunde hat Beate etwa 300 Kalorien verbrannt, davon wurden zwei Drittel (200 kcal) der Energie aus Fett und ein Drittel (100 kcal) aus Glucose gewonnen. Sandra dagegen gewinnt ihre Energie durch die höhere Belastung zu gleichen Teilen aus Fett- und Kohlenhydraten. Durch die stärkere Belastung hat sie in der halben Stunde allerdings auch 500 Kalorien verbrannt, also 250 Kalorien je aus Fett und Glucosespeicher. Ihre Speicher-Bilanz ist im Endeffekt also aufgrund der gesamt höheren Belastung um 50 Kalorien besser.
Wir sehen also, dass Beate bei der Fettverbrennung keinen Vorteil hat. Da wir aber bereits wissen, dass nur die Gesamtbilanz der verlorenen Kalorien zählt und nicht, wie sich diese aufbaut, hat Sandra mit 200 Kalorien Vorsprung auch insgesamt eindeutig die Nase vorn.





Fettverbrennungspuls - Wahrheit oder Mythos?: KOMMENTARE