Ab einem BMI von über 30 spricht man von Adipositas, also krank-hafter Fettsucht. Diese lässt sich nur schwer mit normalen Diäten
in den Griff bekommen.
Wie dick ist zu dick?
Zunächst einmal sollte man gut zwischen Übergewicht und Adipositas unterscheiden – das ist nämlich keineswegs das Gleiche. Adipositas bezeichnet eine chronische Erkrankung, bei der übermäßig Fettgewebe vermehrt oder gebildet wird. Während man von Übergewicht schon bei einem BMI von über 25 spricht, wird die Grenze für Adipositas erst bei einem BMI von etwa 30 angesetzt.
Der BMI ist somit auch ein guter Anhaltspunkt, um zu entscheiden, wie sinnvoll der Aufenthalt in einer Klinik ist. Bei einer krankhaften Adipositas ist es sehr wahrscheinlich, dass man schon einige erfolglose Diäten hinter sich hat. Wenn über Jahre hinweg nichts zu dauerhaftem Erfolg geführt hat, kann es durchaus sinnvoll sein, sich in professionelle Hände zu begeben und in einer Klinik unter Aufsicht abzunehmen. Adipositas wird als Krankheit angesehen, weshalb Klinikaufenthalte bei entsprechender Schwere des Übergewichts auch von der Krankenkasse übernommen werden.
Häufig spielen bei starkem Übergewicht psychosomatische Ursachen und ein gestörtes Essverhalten eine große Rolle. Gerade dann kann eine stationäre Therapie in einer Klinik sehr sinnvoll sein, denn schließlich gilt es nicht nur, das Übergewicht zu bekämpfen. Viel wichtiger ist es, den psychischen Ursachen der Essstörung auf den Grund zu gehen und einen langfristigen Umgang mit dem Übergewicht zu erlernen.





Bei Übergewicht in die Klinik?: KOMMENTARE