Ein gängiges Vorurteil lautet, dass übergewichtige Menschenselbst an ihrem Übergewicht schuld sind. Das trifft aber nicht
immer zu.
Adipositas = Übergewicht?
Über Adipositas gibt es mindestens so viele Missverständnisse wie Vorurteile. Missverständnis Nummer eins: Adipositas ist das gleiche wie Übergewicht. Stimmt nicht! Richtig ist, dass Adipositas zwar immer auch Übergewicht bedeutet, Übergewicht dagegen nicht zwangsläufig Adipositas. Denn letztere bezeichnet eine chronische Erkrankung, bei der übermäßig Fettgewebe vermehrt oder gebildet wird. Während man von Übergewicht schon bei einem BMI von über 25 spricht, wird die Grenze für Adipositas erst bei einem BMI von etwa 30 angesetzt. Deshalb wird Adipositas auch häufig „Fettsucht“ genannt, womit wir zu Missverständnis Nummer zwei kommen: dass es sich um eine „Sucht nach Fett“ handelt. Sicher führt häufig in erster Linie übermäßiges Essen (was unter Umständen auch suchtähnlichen Charakter bekommen kann) zu Adipositas, allerdings ist falsche Ernährung in den meisten Fällen keineswegs die einzige Ursache für die vermehrte Fettzunahme.
Was sind die Gründe für Adipositas?
Ganz klar: der Zusammenhang zwischen einer negativen Energiebilanz (sprich: es wird weniger Energie verbraucht als über die Nahrung zugeführt wird) und Übergewicht ist unbestreitbar und spielt auch bei Adipositas eine große Rolle. Bei einem normalgewichtigen Menschen stehen Energiestoffwechsel und Energiebilanz im Gleichgewicht. Das bedeutet, dass jemand auf längere Sicht etwa die gleiche Menge an Kalorien zu sich nimmt, wie er durch körperliche Aktivität auch wieder verbraucht. Wenn dieses Gleichgewicht längerfristig gestört wird, führt dies früher oder später zu einer Gewichtszunahme.





Adipositas - wenn dick sein krank macht: KOMMENTARE