Mentales Schlankheitstraining – Mit Psychologie zum Abnehm-Erfolg?

13.12.2010, 11:39 Uhr

Mit Psychologie das Abnehm-Ziel erreichen? Mit Psychologie zum Traumgewicht?

Das „Mentale Schlankheitstraining“ verspricht Abnehm-Erfolg durch die Ergründung der jeweiligen Essgewohnheiten. Der Hintergrund für diese Abnehm-Strategie ist die Annahme, dass Menschen nicht nur wegen des Hungergefühls zum Essen greifen, sondern häufig auch aus Frust, Kummer und Stress.

Abgesehen vom Hungergefühl gibt es viele verschiedene Gründe, warum Menschen zum Essen greifen. Ob Langeweile, Kummer oder Stress – Essen macht den Menschen glücklich. Um Gewicht verlieren zu können, soll laut des mentalen Schlankheitstrainings daher nicht die Ernährung umgestellt werden, sondern die Essgewohnheiten sollen ergründet werden. Denn wer glücklicher und weniger gestresst ist, greift laut des Mentalen Schlankheitstrainings auch weniger häufig zu kalorienreichem, fettigem Essen.

Ausgehend von einem psychologischen Lernprozess, mit dem man falschen Essgewohnheiten auf den Grund gehen möchte, soll der Abnehm-Erfolg erreicht werden. Dabei wird das einfache Prinzip der Autosuggestion angewendet, bei dem ungesunde Nahrungsmittel mit negativ besetzten Eigenschaften verbunden werden. Demnach soll zum Beispiel Fett als alt und ranzig gelten und in Folge dessen ein Ekelgefühl hervorrufen. Gesunde Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, werden als erfrischend und reinigend beschrieben. Durch Sport- und Schlankheitsübungen soll das positive Körpergefühl verstärkt werden und dadurch die Wahrscheinlichkeit, aus Frust oder Kummer zur Schokolade zu greifen, reduziert werden. Entscheidend ist also nicht, welche Lebensmittel man zu sich nimmt, sondern wann und warum man isst.

Da viele Diätkonzepte den Aspekt der psychologischen Beweggründe von Ernährungsweisen nicht berücksichtigen, ist das Mentale Schlankheitstraining auf diesem Gebiet vorteilhaft. Es geht auf die Zusammenhänge von Gefühlszustand und Ernährungsweise ein und macht sie dem Abnehm-Willigen bewusst. Auch, dass man auf spezielle Diät-Rezepte oder das Kalorien zählen verzichten kann, ist beim Mentalen Schlankheitstraining vorteilhaft.

Um tatsächlich dauerhaft abnehmen zu können, sollte man allerdings ein gewisses Grundwissen über gesunde Ernährung besitzen. Lediglich zu wissen, wann und warum man Chips und Süßigkeiten isst, reicht nicht aus. Denn auch wenn man den Grund für die Ernährungsweise kennt, bedeutet dies noch nicht, dass man auch abnimmt. Ein gesunder und ausgewogener Ernährungsplan sollte daher trotzdem im Vordergrund stehen. Des Weiteren ist es nicht empfehlenswert, Essen mit negativen Eigenschaften zu belegen. Sich vor bestimmten Lebensmitteln zu ekeln, sollte nicht die Lösung für Übergewicht sein. Schließlich ist nicht das Nahrungsmittel an sich der Grund für Übergewicht, sondern wie viel man davon täglich zu sich nimmt, ob man regelmäßig Sport macht oder ob man auch auf gesunde Lebensmittel zurück greift.

Auch wenn das Mentale Schlankheitstraining verschiedenen Essgewohnheiten auf den Grund gehen und mögliche Probleme aufdecken kann, fehlt der anschließende gesunde Ernährungs- und Fitnessplan, um das Gewicht auch reduzieren zu können. Es reicht nicht aus, den Grund für sein eigenes Essverhalten zu erfahren oder warum man in bestimmten Situationen zum Schokoladenstück greift. Aufbauend auf dem Mentalen Schlankheitstraining sollte es auch einen Plan über Alternativn in dementsprechenden Situationen geben. Denn erst wenn man weiß, warum man bei Langeweile oder Kummer in die Chipstüte greift und stattdessen aber Obst isst, kann man Abnehm-Erfolge erzielen.

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