Die Popcorn-Diät: Abnehmspaß oder Erfolgsrezept?

12.10.2010, 16:08 Uhr

Kann Popcorn beim Abnehmen helfen? Hilft Popcorn beim Abnehmen?

Im Kino oder beim gemütlichen Fernsehabend: Popcorn ist ein beliebter Knabbersnack und darf bei keinem Gruselschocker fehlen. Wegen des hohen Zucker- und Fettgehalts im Popcorn üben sich aber viele Menschen im Verzicht, wenn die Leckerei auf dem Tisch steht. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Die „Popcorn-Diät“ klingt zwar wie ein Wiederspruch in sich, soll aber die Pfunde purzeln lassen. Aber was steckt wirklich hinter dieser kuriosen „Popcorn-Diät“?

Eine Diät, bei der man nur Popcorn essen soll und trotzdem nimmt man noch ab? Im ersten Moment klingt das schon ziemlich unglaubwürdig, muss man doch bei den meisten Diäten vor allem auf süße Leckereien und Knabberzeug verzichten. Doch bei der „Popcorn-Diät“ soll das nicht der Fall sein, hier ist knabbern ausdrücklich erwünscht.

Die Idee von Dr. James Rippe

Die Grundidee der „Popcorn“-Diät stammt von dem amerikanischen Wissenschaftler Dr. James Rippe, der an seinem Forschungsinstitut eine Studie zu diesem Thema durchführte. Sein Ansatz beruhte auf der Annahme, Zucker habe weniger Kalorien, als Fett. Ausgehend von der Tatsache, dass ein Gramm Zucker vier Kalorien entspricht, ein Gram Fett hingegen sieben Kalorien, entwickelte Dr. James Rippe die Idee, einigen Teilnehmern leicht gesüßtes Popcorn vor einer Mahlzeit zu erlauben. Die restlichen Teilnehmer bekamen eine Portion Kartoffelchips und die Kontrollgruppe lediglich ein Glas Wasser.

Die Ergebnisse der Studie

Die Probanden, denen Dr. James Rippe Popcorn gab, konsumierten tatsächlich weniger bei den Mahlzeiten, als ihre Kollegen. Der Zucker im Popcorn hatte den Appetit der Teilnehmer gezügelt und den Hunger gesättigt. Ausschlaggebend für die Ergebnisse der Studie, war vor allem die Tatsache, dass die Kartoffelchips mit deutlich mehr Geschmacksverstärkern versehen waren, als das Popcorn. Die salzigen und fettigen Chips regten den Appetit nur noch mehr an, als ihn zu zügeln. Die Folge war, dass die Chips-Esser auch bei der Hauptmahlzeit ordentlich zu langten. Diese Teilnehmergruppe hatte 12 Prozent mehr Kalorien zu sich genommen, als die Popcorn-Esser. Auch die Kontrollgruppe aß mehr als die Popcorn-Gruppe, obwohl sie nur Wasser tranken.

Zucker vs. Fett

Durch die Studie von Dr. James Rippe wurde somit herausgefunden, dass Süßigkeiten den Appetit zügeln und bei der Gewichtsreduzierung helfen können. Wer also Zucker vor der Mahlzeit zu sich nimmt, isst weniger von dem fettigen Gericht. Auch andere Lebensmittel sollen denselben Effekt bei der Nahrungsaufnahme haben, wie das Popcorn. Schokoladen mit einem hohen Kakao-Anteil sind ebenfalls gute Appetitzügler, da die enthaltenen Bitterstoffe in der Schokolade den Hunger für längere Zeit stillen. Süßigkeiten und Lebensmittel wie Salzbrezeln, Kartoffelchips und Gummibärchen sorgen jedoch dafür, den Appetit anzuregen.

Auch wenn die „Popcorn“-Diät im ernsten Moment ungewöhnlich klingt, scheint sich diese Form des Abnehmens durchaus bewährt zu haben. Der entscheidende Knackpunkt ist und bleibt jedoch, dass man lediglich ungesüßtes, fettarmes Popcorn zu sich nehmen soll. Wer also hofft bei seiner Diät täglich Kinofeeling zu erleben, irrt sich. Allerdings ist die „Popcorn“-Diät so kurios, dass man sie eigentlich einmal ausprobieren sollte.

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