Kohlenhydrate, wie solche in Weißmehl, sollten laut Montignac vermieden werden.
Ziel der Montignac-Methode
Das Hormon Insulin hemmt den Fettabbau. Der Körper benötigt es aber für den Abbau von schnell verdaulichen Kohlenhydraten wie Zucker. Wenn man demnach also auf Zucker verzichtet, optimiert man die Fettverbrennung und verliert pro Monat durchschnittlich fünf Kilo. So die Annahme von Montignac, die zu schnellem Gewichtsverlust führen soll.
Montignac und der GI
Der so genannte glykämische Index (GI) entscheidet, was bei der Montignac Methode erlaubt und was bei der Montignac Methode verboten ist. Der GI gibt an, wie stark sich die unterschiedlichen Kohlenhydrate auf den Blutzuckerspiegel und somit auf den Insulinhaushalt auswirken. Spezielle Tabellen listen auf, wie hoch der GI eines Lebensmittels ist. Nach Montignac liegt der GI "schlechter" Kohlenhydrate bei über 50, der GI "guter" Kohlenhydrate zwischen 35 und 50 und der GI "sehr guter" Kohlenhydrate liegt laut Montignac unter 35. Auch Fette werden bei der Montignac-Methode kategorisiert. „Schlechte Fette“ sind gesättigte Fettsäuren wie Butter oder Fleisch. Erlaubt sind gesättigte und tierische Fette.
Was darf ich bei der Montignac-Methode essen?
Bevorzugt sollten bei der Montignac Diät also Kohlenhydrate zu sich genommen werden, die einen niedrigen GI haben: also unter 35 liegen. Dazu zählen Vollkornprodukte, Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte und viele Obstsorten. Nur diese können auch mit Lebensmitteln, die eine geringe Menge an Eiweiß und hochwertigem Fett enthalten, kombiniert werden. Die „guten“ Kohlenhydrate mit Werten von 35 – 50 stören den Fettabbau weniger und sind daher erlaubt, sollten aber nicht mit Fetten kombiniert werden. Dazu zählen laut Montignac Kohlenhydrate aus Haferflocken, Vollkornbrot und Obst. Auf Lebensmittel wie Zucker, Weißmehl, Bananen oder Kartoffeln, die zu den „schlechten“ Lebensmitteln zählen, sollte weitestgehend verzichtet werden.
Da Koffein nach Montignac bei manchen Menschen die Ausschüttung von Insulin noch zusätzlich fördert, sind Getränke wie Kaffee und Tee nur dann erlaubt, wenn man zur koffeinfreien Variante greift.
Die zwei Phasen der Montignac-Methode
Die Montignac-Methode ist in zwei Phasen eingeteilt. In Phase eins soll das Gewicht reduziert und die Bauchspeicheldrüsenfunktion reguliert werden. Je nach Übergewicht sollte diese Phase drei bis sechs Monate andauern. Diese Zeitspanne ist erforderlich, um die Ernährungsgewohnheiten umzustellen, also schädliche Gewohnheiten zugunsten von förderlichen aufzugeben. In Phase eins der Montignac-Methode werden also nur Lebensmittel gegessen, deren GI unter oder gleich 35 ist. Der Organismus wird dadurch gewissermaßen entgiftet. Die Bauchspeicheldrüse kann sich erholen, da sie nur wenig beansprucht wird.
Die zweite Phase nach Montignac dient der Stabilisierung des Gewichts und beugt somit dem Jojo-Effekt vor. Auch in dieser Phase erfolgt die Auswahl der Kohlenhydrate nach ihrem GI. Die Kombinationsmöglichkeiten sind allerdings größer. Jetzt dürfen auch "schlechte" Kohlenhydrate wieder in Maßen gegessen werden, zum Beispiel Bitterschokolade und Wein. Vorgesehen ist, dass dieses Konzept ein Leben lang beibehalten wird und demnach eher einer Ernährungsumstellung dient. Die Montignac-Methode ist keine Crash Diät!
Welche Vorteile hat die Montignac-Methode?
Bei der Montignac-Methode kann man sich satt essen, solange man die Lebensmittel nach ihrem GI wählt. Blutdruck, Cholesterin- und Triglyzeridspiegel sinken. Durch die zweite Phase wird dem Jojo-Effekt vorgebeugt.
Was sind die Nachteile der Montignac-Methode?
Die Montignac-Methode ist nicht restaurantfreundlich: Kohlenhydrate und Fette werden in Restaurants oft kombiniert, beispielsweise Fleischgerichte mit Kartoffeln oder Knödel, Nudeln mit Fleischsauce. Wer Zucker komplett meidet, wird möglicherweise den Heißhungerattacken erleiden. Die Konzentration Montignacs auf den GI führt zu einer hohen Aufnahme von Eiweiß in Fisch und Fleisch. Dies kann auf Dauer die Nieren schädigen.
Auch wenn die Montignac-Methode gute Ansätze aufweist, wie beispielsweise viel Obst und Gemüse zu essen, wird die Diät von Ernährungsexperten eher kritisch beurteilt. Der Anteil an tierischen Fetten und Proteinen ist zu hoch und kann dem Körper auf Dauer schaden. Das Kalorienzählen fällt zwar weg, dafür ist aber die Trennung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen nicht ganz einfach und kann im Alltag nicht immer leicht umgesetzt werden. Solltet Ihr Euch für die Montignac Diät entscheiden, konsultiert auf jeden Fall vorher einen Arzt, und lasst Euch regelmäßig untersuchen.













Montignac - Abnehmen mit der Montignac Methode: 4 Kommentare
Montignac - Abnehmen mit der Montignac Methode wurde bereits 4 mal kommentiert. Alle Meinungen gibt's hier. Was sagst Du dazu?
von: Lenamarie1, am: 16.05.2013, 14:47h
Ich würde die Montignac Methode nicht ausprobieren, weil es viel zu viele tierische Fette gibt.
von: erdbeerqueen89, am: 5.04.2013, 15:01h
Montignac Diät? Das kannte ich noch gar nicht, hört sich aber interessant an. Vielleicht test ich mal ob die Montignac Diät auch bei mir funktioniert.
von: oliviablue, am: 3.08.2012, 12:43h
Also eigentlich ist die Montignac Methode die gleiche, wie bei der Glyx Diät, oder?
von: happyvera, am: 19.02.2010, 12:15h
genau....die einzigste methode die wirkt...keine kohlehydrate (garkeine) null...und auch kein sichtbares fett.......damit hab ich mal 30 kilo abgenommen...war allerdings nicht einfach....