Viel trinken ist ein absolutes Muss beim Fasten.
Welche Argumente können die Verfechter des freiwilligen Nahrungsverzichts ins Feld führen und was haben die Gegner dem entgegenzusetzen?
Fasten und die Figur
Vorteile des Fastens: Fasten-Anhänger schätzen die Tatsache, dass man durch das Fasten schnell einige Pfunde verliert. Wer es richtig anstellt, kann den Gewichtsverlust auch zumindest teilweise beibehalten, wenn die Fastenkur vorüber ist. Das setzt allerdings voraus, dass man die Aufbautage streng einhält und auch danach weiterhin diszipliniert isst.
Nachteile des Fastens: Die Gegner vom Fasten haben ein gutes Gegenargument in der Hinterhand – denn in den meisten Fällen folgt auf das Fasten der Jojo-Effekt. Wer Pech hat, wiegt danach sogar mehr als vorher. Denn seien wir mal ehrlich: es dürfte einem schon ganz schön schwer fallen, nach einer Woche fasten nicht gierig über alles herzufallen, was man sich so lange verboten hat.
In diesem Fall würden wir sagen, es steht unentschieden für die Vor- und Nachteile des Fastens , 1:1. Denn beide Parteien haben in gewisser Weise Recht. Fasten kann beim Abnehmen helfen, allerdings – und da müssen wir den Fastengegnern Recht geben – geht diese Rechnung nur auf, wenn das Fasten den Einstieg in eine dauerhafte Ernähtungsumstellung bildet.
Fasten und die Gesundheit
Vorteile des Fastens: Der Körper werde durch das Fasten von Ballast befreit, entschlackt und entgiftet. Sogar einige Krankheiten könnten dadurch gelindert oder sogar geheilt werden – soweit die Fastenjünger.
Nachteile des Fastens: Alles Quatsch, sagen die Kritiker. „Schlacken“ oder wie auch immer gearteten Stoffwechselmüll gebe es nicht und die ständige Darmreinigung mit Hilfe von Abführmitteln schade dem Verdauungsapparat mehr, als dass sie ihm nutze. Und Krankheiten sollte man dem Arzt überlassen und nicht auf abenteuerliche Versprechungen reinfallen.
1:0 für die Fastengegner. Denn tatsächlich sind dauerhaft positive Effekte des Fastens auf die Gesundheit nicht erwiesen. Schlacken gibt es schlicht nicht und somit gibt es auch keine Ablagerungen, von denen der Körper befreit werden müsste. Besonders gefährlich ist die Behauptung, dass viele Krankheiten durch Fasten gelindert oder geheilt werden könnten. Das ist nicht erwiesen und höchst fragwürdig!
Fasten – eine spirituelle Erfahrung?
Vorteile des Fastens: Mönche tun es, in allen Religionen wird regelmäßig gefastet und sogar im alten Ägypten wusste man um die positiven Effekte des Nahrungsverzicht. Der Grund liegt für die Fastenanhänger auf der Hand – durch Fasten kommt man zu sich selbst, man besinnt sich auf die wichtigen Dinge im Leben und nimmt sich bewusst Zeit für sich. Eine Fastenkur kann den entscheidenden Anstoß geben, etwas in seinem Leben zu ändern. Sei es, dass man sich endlich gesünder ernährt, weniger raucht, weniger Alkohol trinkt, mehr Sport treibt oder einfach besser auf sich achtet. Eingefleischte Fastenfans berichten außerdem nicht selten davon, dass sie nach einigen Tagen ohne Essen regelrecht euphorisch werden und sich rundum wohl in ihrer Haut fühlen. Sie erleben die unglaubliche Leichtigkeit des Seins und fühlen sich angenehm „bedürfnislos“.
Nachteile des Fastens: Und die Fastengegner? Die schweigen. Kein Wunder – da sie nicht fasten, können sie hier schlicht nicht mitreden.
1:0 also für die Freunde der selbstgewählten Hungerkur. Soviel Einigkeit über die positiven Erfahrungen – da muss doch was dran sein, oder?
Fasten und der Körper
Vorteile des Fastens: „Der Körper ist ständig hilflos dem ausgesetzt, was wir ihm täglich antun. Fettes Essen, Nikotin, Alkohol, zuviele Süßigkeiten und Weißmehl. Er hat es verdient, sich eine Auszeit von all diesen ‚Alltagsgiften’ zu gönnen“, so schallt es einhellig aus den Mündern der Fastenbefürworter.
Nachteile des Fastens: Die Kritiker des Fastens haben hier allerdings ein Ass im Ärmel. „Alles nur unnötige Qualen“, sagen sie. Denn statt gesünder mache uns das Fasten nur kränker. Dem Körper würden lebensnotwendige Nährstoffe vorenthalten, unverantwortlich sowas!
Beide Parteien haben gewichtige Argumente vorzubringen. Sicher tut es gut, einige Zeit auf Zigaretten, Alkohol und Zucker zu verzichten. Doch auch die Gegenseite hat in einem Punkt Recht – der Nährstoffmangel kann gefährlich werden. Allerdings nur dann, wenn eine Fastenkur unsachgemäß durchgeführt wird. Besonders schädlich für den Körper kann sich der Eiweißmangel auswirken, da dieser Muskelabbau zur Folge haben kann. Doch all dem kann man entgegen wirken, indem man mit Eiweiß- und Vitaminpräparaten vorbeugt. Am besten sollte die Fastenkur von einem Arzt begleitet werden, um gesundheitliche Schäden auszuschließen.
Das macht 1:0 für die Fastenanhänger – wer richtig fastet, schadet seinem Körper nicht.
Punktevergleich – 3:2 für die Fastensympathisanten. Unser Fazit: wer nun wirklich Recht hat, können wir nicht klären, aber eines steht fest – vieles spricht gegen das Fasten, aber mehr noch spricht dafür!












Die Vorteile und Nachteile des Fastens: 5 Kommentare
Die Vorteile und Nachteile des Fastens wurde bereits 5 mal kommentiert. Alle Meinungen gibt's hier. Was sagst Du dazu?
von: Clementinchen2, am: 26.01.2013, 10:35h
Ich bin gerade bei Tag 7 und habe 4 Kg abgenommen :-) Es ist hart, aber bei mir lohnt es sich. Mach es jetzt das 2. Mal :-)
von: supernova16, am: 11.12.2012, 18:07h
Ich sehe eher die Vorteile des Fastens als die Nachteile des Fastens. Denn nach dem ersten Tag setzen bei mir Beim Fasten die Glückshormone ein und ich fühle mich gut und nicht hungrig. Natrülich verstehe ich auch die Nachteile vom Fasten bezüglich des Jojo-Effekts. Doch ich will mit dem Fasten nicht abnehmen, sondern nur meinem Körper eine Erholung von allem Ungesunden geben.
von: JuLiia_21, am: 25.12.2009, 12:12h
also ich habe es schon zweimal gemacht, habe gute Erfahrung damit. Man darf es halt nur nicht übertreiben, also am anfang nicht mehr als 5 Tage und wirklich streng an die aufbautage halten. die hälfte von dem ich abgenommen habe konnte ich dauerhaft halten. ein bisschen jojoeffekt is ganz normal.
von: Himmelbeerchen, am: 10.12.2009, 07:08h
Man darf danach ja auch nicht wieder schlemmen wie vorher twinker ^^ Man kann fasten ja als möglchkeit nehmen die ernähtung umzustellen.
von: SonniSonne, am: 9.04.2009, 16:24h
Oh Gott, ich würde das nicht durchhalten